Ronny Scheer

Autor - Kinderarzt - Kabarettist - Psychotherapeut

Oh Schreck -  die teuflische Familie

Mein Sohn Aaron findet, dass ich endlich zu meinen "Leistungen" kommen muss. Nun gut. Meine größte Leistung besteht in der Gründung einer Familie. Sie wurde auf einer Kollage auf einem Herz aus hellgrünem-gelben Zeichenpapier vor zirka 25 Jahren von einer meiner Töchter dargestellt und so benannt. Mal sehen.

Da ist zuerst meine Mutter, Sylvia Scheer 1924, geborene Blumenfeld. Mein Vater fehlt, er starb schon 1982 und ist auf keiner Darstellung nachher zu sehen. Er war "gestorben". Jetzt kommt’s – nicht immer nur Vergangenheit. Also: 


1997: Judith (17) spielt mit Sämy und Aaron am Wohnhausteppich

Die Älteste Judith Elisabeth Lea, geboren 1977: das süßeste Kind, herzigst, papabezogen, gute Schülerin – schwere Pubertät mit Schulunterbrechung und langen Zeiten in denen sie am Stephansplatz abends und nachts Freunde traf. Einige Studien, Beziehungen, Orientierungen. Dann Politologie in Oslo studiert und trotz einer Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung für modernen Tanz beendet. Nun neu bestallte österreichische Attaché für Innovation in Israel. Sprachenkennerin, Weichherz, berücksichtigt Jeden und Jede. Vor allem ihre drei Kinder: Gavriel Izchak Levi (ihre große Liebe), Myriam Sylvia Chaia und die kleine Alme Edith Golda, sowie ihren Mann Arie.
Die Älteste Marguerites, meiner lieben Frau: 


Anna, geb. Kratky, 1980. Starke Frau, starkes Mädchen mit genauen Vorstellungen gewesen. Vorzugsschülerin, Mulittalent, klar im Auftrag und Abgrenzung. 2019 mit Mann und zwei Kindern (Rosi und Johnatan) aus Berlin nach Wien gezogen, Mitglied des Staatsopernchors, klar geblieben, eine Wucht.

Anna (1980), meine Zweitgeborene, Künstlerin, die viel Raum braucht, um sich zu bewegen, sich auszudrücken und zu leben. Zwischen den Welten, mit dem Neoliberalismus und seinen Erscheinungsformen auf Kriegsfuß, mit Vielem auf Kriegsfuß. Lebendig, unstet, jetzt trotz allem mit Andreas verheiratet und liebende Mutter Mias.

1991: Anna Scheer und Wolfi Kratky in Nobelkleidung

Wolfgang, 1982, als Forscher geboren, versteht alles "Objektive" sehr gut. Warum es Menschen aus den Augen rinnt, wenn sie ein negatives Gefühl haben, ist ihm weitgehend unklar. Er hat das nicht. Außer bei Kindern – seinen Töchtern Valerie Yael und Theresa Lillia, die alles bei ihm machen und haben können. Nach 9000 Stunden im Labor, wo er in Graz, Wien und Zürich Mikrobiologie studierte erkannte er, dass Forschung nicht sein Ding ist. Er wurde Pharmalaborchef und ist heute Geschäftsführer der kleinen Familienfirma NoTube.

Elisabeth, geb. Kratky, 1986, aus dem "russischen Schlag", stark, selbstbewusst, energisch und liebevoll. Mutter dreier Kinder: Liam, Luis und Sophie. Zwei "deutsche Knaben" stark, listig, klug und experimentierfreudig. Danach ein österreichisches Mäderl, nach der Mutter Kaiser Franz-Josef I. benannt, allerdings auch aus dem russischen Schlag. Tolle Kinder- und Jugendärztin am G. v. Haunerschen Kinderspital München, das sie mit dem Fahrrad fast täglich erreicht.

Nachdem ich mit Marguerite zusammengekommen war (wir hatten schon zwei, respektive drei Kinder) bekamen wir noch drei Söhne als "Auszeichnung".

Samuel Gideon (1989) – Wirtschaftskenner, Master der Uni St. Gallen, Aufbauer von NoTube, Kenner der Wirtschaft 4.0 und der Start-up Welt, kritischer Begleiter der Allmachtphantasien des Netzes und der neuen Wirtschaft. Als Kind kratzborstig, heute eher müde, was manchmal dasselbe ist. Lebt in Tel-Aviv der lebendigsten und sicher auch
schwersten Stadt mit Rosi Penhasi. Treuer Freund seiner Eltern, warmherzig und voller Schalk.

Aaron Joschuah (1991) – weiches, künstlerisches, verträumtes Kind und ebensolcher Erwachsener. Unklar wie die Welt geht, an ihr nicht immer teilnehmen könnend und/oder wollend. Manchmal doch, aber zu seinen Bedingungen. Lebt in Wien, nach BA in Utrecht und wird Organisationsberater und Soziologe. Liebhaber der Schönheit, der guten Küche
und des Lebens, das er für wahrscheinlich sinnlos hält.

Noah Adam (1995) Jungmediziner und Politiker. Groß, laut, bestimmend. Auf Beliebtheit bedacht. Meist lustig, beziehungstreu und ausdauernd. Groß in seiner Figur und seinen
Taten und Ansprüchen. Liebevoll und liebenswert, häuslich und mit dem Zug in die weite Welt.

Dann denke ich an alle Enkelkinder mit denen ich mal näher, mal weiter zusammenkomme. Doch die kommen auf einem anderen Bild.
Das Bild, das diese Seite enthält, ist vor Noahs Geburt gemacht. Also mehr als 23 Jahre alt.

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